Moria: Menschenopfer vs. Geldopfer vs. politische Opfer – Schachmatt

Die Lunte wurde gezündet, die Zündschnur brennt bereits im deutschen Bundeskabinett.

Der Bundesrat berichtet:
Die Schweiz sendet 1 Tonne Hilfsgüter, nimmt 20 Flüchtlinge auf…

Claudia Roth:
„Wettlauf der Schäbigkeit…“
Horst Seehofer:
„…mich persönlich dafür einsetzen, dass wir eine Lösung für Familien mit Kindern rasch finden…“
Angela Merkel fragt den griechischen Ministerpräsidenten:
„…Wie können wir helfen?…“

Coronadiskurs vermischt sich mit Migrationsdiskurs zu einer explosiven Melange.

„…sie wollten nach positiven Corona-Testergebnissen nicht in Quarantäne…“, heißt es in deutschen Medien,
„…daraufhin steckten sie (die Flüchtlinge dürften hier gemeint sein) das Lager in Brand, 80% ist zerstört…“

13000 leere Stühle vor dem Reichstagsgebäude.

Sollen wir helfen, oder nicht? Wird der Umfang unserer Hilfe politisch ein Problem werden?
Moria ist wie ein Brandbeschleuniger der offenen Fragen zwischen Globalisierungsgegner und Befürworter, Armut und verschwenderischem Reichtum, zwischen Abschottungspolitik und dem Traum von einer Welt für alle ohne Grenzen.

Aktivistische Dauerbeschallung aus allen politischen Lagern, Folgefehler vorheriger Diskursvermeidung, das Elend in Moria spiegelt das Elend unerfüllter Hausaufgaben politischer Prozesse. Handeln oder Handel. Vergleiche werden immer dümmer.

Das Kabinett erwähnt nicht die Kinder, die täglich verhungern, Zahlen um die 20000 stehen im Raum. Whataboutism ist ja auch immer mit fadem Beigeschmack. Hören Sie auf dieses Grauen zu relativieren! Nein – hören Sie auf, sich um Grundlegendes nicht zu kümmern.

Ich muss zum Tennis. Hab den Platz gemietet. Außerdem kommt die Freundin meines Geschäftsfreundes. Halten Sie mich nicht länger auf. Schicken Sie ihre Fragen an meinen Pressesprecher. Danke.

Patriotismus kommt in allen kriegsführenden Staaten vor. Schreiben Sie das – den Rest streichen.

Author: Carol Rose

Carol Rose ist ein ursprünglicher Künstlername für den Autor und antipatriarchalen Feminist und Aktivist Dirk Stabernack. Dirk verwendet auch seit 1998 den weiblichen Namen Jasmin in seinem privaten Umfeld. Carol ist selbst keine klassische Frau, sondern sieht sich als Zwischenwesen, nonbinär wäre eine Schublade, die eher passen würde. Der Vorname Carol passt hier sehr gut, da Carol nur im deutschsprachigen Raum als weiblich gelesen wird, international wird Carol auch für Männer verwendet. Im Prinzip aber auf jeden Fall passend ist eine Form der Varianz einer Geschlechtsentwicklung. Carol blogged seit ca. 2013 und ist nun mit ihren Texten auch durch Buchveröffentlichungen (2019) und seit 2020 auch durch die Vertonung ihrer Texte und Romane in das Format von Hörspielen mehr in die Sichtbarkeit gerückt. Carol ist in keiner Partei und auch nicht in einer Organisation. Dadurch kann sie frei argumentieren, sie ändert daher auch ihre eigenen Ansichten ab, wenn ihre Erkenntnisse für sie selbst weiter fortgeschritten sind. Sehr früh hat sie die Begriffe der Identität verlassen und seit ca. 2015 auch Abstand genommen von allen Geschlechterbegriffen, die mit T beginnen. Sie hält diese für Ableitungen aus dem patriarchalen Konstrukt. Selten wirkt Carol Rose öffentlich, ihr Blog war aber der initiale Punkt, dass Frank Plasbergs Talkshow "hart aber fair" 2015 über das Thema Gender wiederholt werden musste. Ein erstmaliger Vorgang überhaupt. Durch Tweets, die sie eine Woche lang fast stündlich abfeuerte, wurden Frauenverbände aufmerksam und schalteten sich in die Debatte ein. Frank Plasberg löschte seinen Twitteraccount 5 Tagen nach der Erstsendung. Carol wirkt aber selten öffentlich, sie zieht es vor, ihre Erkenntnisse in Kunstform in den Mainstream zu bringen, was eine Herausforderung ist, da sich dieser selten freiwillig um Themen kümmert, die nicht unterhalten und nicht interessant erscheinen. Einblicke in diese Arbeit, den Mainstream mit dem Geschlechterdiskurs zu erreichen, findest Du in dem Hörspiel Salammbo: http://traumhafte.salammbowelt.de